Teil 4: Grenzen

 Eine absolute Ausnahme wurde mir zu Teil

Foto: Cliff Cool

Mal schnell die Grenzen aufgemalt, Cliff war also recht schnell dabei, meinen Arm mit verschiedenen Linien zu verzieren. Es dauerte eine Weile, dann kam dieses Geräusch,welches mich die nächsten acht Stunden begleiten sollte. Gut gelaunt ging ich am Abend ins Hotel und Cliff verabschiedete sich mit den Worten, morgen malen wir nur noch aus. Man hätte ich da schon gewusst was mich am nächsten Tag erwartet …, vielleicht war es auch besser es nicht zu wissen. Am nächsten Morgen ging es also wieder zu Cliff und es wurden wirklich tolle sieben weitere Stunden. Cliff hat die ganze Zeit nicht wirklich viel gesprochen, manchmal etwas gelacht wenn ich mein Gesicht verzog, aber immer mit Daumen hoch, erfreute er sich an seiner Arbeit. Damit ihr auch wisst wovon ich hier schreibe, könnt ihr euch hier Cliffs Arbeit, meinen Arm ansehen.  Allerdings musste ich mir dann auch eingestehen, dass meine Grenze absolut erreicht war.  Aber es war vollbracht und wie!!!  Ich werde in einem der nächsten Beiträge noch etwas genauer auf die Kultur und das warum von Tätowierungen eingehen, und was mir mein Arm am Flughafen bescherte…

Das Foto stammt von Cliff Cool.

 

Der Weg ist wie oft das Ziel

DSC04306Am nächsten Tag ging es früh los, wir mussten ganz in den Norden der Insel.  Dort erwartete mich neben dem Treffen der beiden Ozeane auch die nächste Station meiner Schulungsreise.  Die  Fahrt war ziemlich abenteuerlich, da es hier seit zwei Wochen nur geregnet und gestürmt hatte, war der Hauptweg zu unserem Tagesziel gesperrt. Wir mussten also eine Umleitung nehmen und ich kam mir vor wie im Urwald. Die Strassen wurde immer schmaler. Allmählich wurden die befestigten Straßen durch Schotterpisten ersetzt. Links und rechts am Straßenrand waren Bäume, Sträucher, Felsen oder Schluchten. Wehe es kam Gegenverkehr! Es war wirklich der Knaller soviel Natur zu sehen. Ich durfte dann auch mal ein Stück vorauslaufen, da die Strasse so eng wurde das wirklich nur ein Auto durch passte und ich der Kommandogeber sein durfte. Allein der Weg zu unserem Tagesziel war für mich schon Erlebnis genug, aber dann:

 

Gegensätze ziehen sich an

An einem der mystischsten Orte in Neuseeland angekommen, ging das Eindrücke sammeln weiter. Es war wirklich der Knaller, wie unterschiedlich die Farben der beiden Ozeane sind, wie sie sich trotz vieler Gegensätze hier magisch anziehen und vereinen. Es ist ein einzigartiges Naturschauspiel und zeigt uns Menschen, wie auch die mächtigsten Kräfte sich zu Kompromissen zusammen finden.  Besonders beeindruckend ist dieses Schauspiel der Natur, wenn es windstill ist. Dann sieht man den direkten Zulauf der beiden Ozeane noch genauer und es scheint als ob es eine verschwimmende Grenze ist. Auf dem Bild sollte es halbwegs zu erkennen sein, einmal ist es hellblau und einmal dunkelblau.  Leider können Bilder immer nicht ganz die Realität darstellen, doch ich hoffe ihr  könnt mit Hilfe der Bilder etwas von dem Spektakel der  Natur erkennen.

DSC03713DSC03704
 

 

 

 

 

 

 

Geht nicht gibt es nicht

DSC03724Am Rand noch die kleine Notiz, wie ihr auf dem Bild sehen könnt, wächst dort ein Baum an einer unmöglichen Stelle. Eine Stelle an der normalerweise kein Baum wachsen und überleben kann.  Nun sind es auch noch 2 Bäume die dort wachsen und auch nur zusammen funktionieren. Ich fand es ein schönes Bild gerade mit dem was derzeit in unserer Welt so abgeht, sollten alle Konfliktparteien sich von diesem Bild inspirieren lassen, denn nicht gegeneinander sondern miteinander können wir Dinge erreichen die schier unmöglich scheinen.

 

Ausblick:  Strand so, Strand so und Strand so ach und warum ich mich manchmal fragte ob die Olsenbande wirklich nicht zufällig in Neuseeland gedreht wurde…