Teil 5: Gestrandet

Was bisher geschah: Teil 4: Grenzen

Strand 1

Einer der Unterschiede zu meinen bisherigen Stranderlebnissen in Deutschland ist ganz klar der Weg. Hier ist es üblich mit dem Auto, die längeren Zufahrten zum Strand zu bewältigen. So fuhren wir mit dem Auto direkt bis an das Wasser. Wobei die Fahrt ans Meer schon spannend genug war, denn wir fuhren ja nicht nur durch Sand sondern mehr oder weniger auch ständig durch Wasser. Riesige Sandberge auf der einen Seite und auf der anderen Seite plattes Land. Sehr beeindruckend!

DSC04119An dieser Stelle kam dann auch schon wieder die Erinnerung an die Olsenbande hoch. In dem Film: “Die Olsenbande fährt nach Jütland”, spielt sich einiges direkt am Meer ab und würde ich es nicht besser wissen, hätte ich gedacht, dass hier der Drehort und die Bunker nur Kulisse waren.  Es war beeindruckend, die Weite des Strandes als auch die Weite des Wassers zu sehen. Auf der Suche nach ein paar Steinen wurde ich leider enttäuscht, denn ich fand nur Schwämme und Arme von Tintenfischen. Die wenigen Muscheln die hier am Strand angeschwemmt wurden, konnte man an einer Hand abzählen, jedoch lag ausreichend Treibholz herum und zu meiner Freude wenig Plastikmüll.

Strand 2 – Oder wie im Winter gebadet wird

DSC04994Nun also ab zum nächsten Strand, der war ewig weit weg und wir fuhren eine Ewigkeit. Ich wunderte mich die ganze Zeit schon, warum wir eine solch lange Strecke auf uns nehmen, nur um einen andern Strand zu kommen. Dann endlich angekommen mussten wir uns Schaufeln ausleihen. Das fand ich schon sehr seltsam. Es stellte sich natürlich die Frage nach dem Sinn, aber Geduld  war ja eines der erklärten Lernziele dieser Reise.  Also gingen wir zum Strand, es kamen uns ausreichend Leute entgegen, in Bademode und Schaufel.

Hey es war Winter, wir hatten keine  zweistellige Gradzahl, das Wasser durch das wir mussten war saukalt. Naja nachdem wir nun den ersten “Bach” durchquert hatten, sah ich weiter hinten Dampf , ich dachte an Wellenspiele, so wie am vorherigen Strand.  Dann aber die Überraschung,  alle die dort waren gruben entweder Löcher oder lagen in diesen.  Langsam erinnerte ich mich, dass Neuseeland ja den ein oder anderen Vulkan zu bieten hat und siehe da, wir waren am sogenannten “Hot Water Beach”. AlsoDSC05133 schnell ein Loch gebuddelt und reingelegt, doch weit gefehlt. Es ging nun darum erstmal das unterirdische heiße Wasser zu finden. Nachdem das geglückt war, war es schon echt der Knaller wie heiß das Wasser war und wie froh ich doch war, das alle fünf Minuten das Meer in die heißen Badestellen lief und sich so das heiße mit dem kalten Wasser vermischen konnte. Also war ich nun auch im Winter in Neuseeland baden.

Strand 3, 4, 5 …

Eins muss man Neuseeland lassen,DSC05183 die Strände einer ist schöner als der Andere und ich hatte das Gefühl, wenn es hier zu windig ist, geht es eben fünf Kilometer an den nächsten Strand. Dieser ist  dann eher für Familien geeignet und weniger für Surfer. Was mich besonders beeindruckte waren die Wellen, die waren mit den unterschiedlichsten Wasserfarben einfach der wunderschön.  Ich weiß nicht genau wie viel Strände wir gesehen haben, doch ich kann sagen die Vielfalt ist einfach nur beeindruckend.

Passend, “zum verweilen am Strand”, gibt es beim nächsten Mal den versprochenen Bericht über das Tätowieren.