Wissen oder Gewissen und der Umgang damit

 Ist Wissen die Grundlage für Gewissen?

Diese Frage entstand nach vielen Besuchen von unterschiedlichen Aus- und Weiterbildungsinstituten. Es wurde immer Wissen vermittelt, doch wie setzt man dieses neue Wissen um?

Natürlich könnte jetzt das Thema: “Eigene Ethik” diskutiert werden, aber es könnten doch auch mal neue Aspekte kommen. Wie reagieren Sie wenn Sie in einem Restaurant waren und das Essen Ihnen überhaupt nicht geschmeckt hat? Behalten Sie dieses Wissen für sich oder geben Sie Ihr Wissen an Andere weiter? Wenn Sie es weiter geben, dann weil Sie sonst ein schlechtes Gewissen denen gegenüber haben, die trotz Ihrer Erfahrung dort Essen gehen? Geben Sie Ihr Wissen nicht weiter, weil Ihr Gewissen es dem Wirt nicht antun will, eventuell Pleite zugehen? Genau das sind die Fragen die uns auch zum nachdenken bewogen haben.

Wie gehe ich mit Wissen um?

Wissen ist etwas was Ihnen nicht genommen werden kann. Daher investieren wir Menschen in Wissen, ob freiwillig oder durch den gewissen Druck des Arbeitgebers. Immobilien, Autos etc. können uns genommen werden, doch etwas was Sie einmal verstanden und verinnerlicht haben, kann Ihnen niemand mehr nehmen. Daher ist auch das lernen und das System lernen in den Schulen so wichtig. Nun sind Sie im Besitz des Wissen und nun?

Sie haben nur zwei Möglichkeiten:

  • Sie können es für sich behalten
  • Sie können Ihr wissen weiterzugeben

Jeder Mensch entscheidet anders, für den Einen ist es wichtig sein Gelerntes sofort weiterzugeben, für den Anderen ist es wichtig erstmal alles sacken zu lassen und vielleicht sogar auszuprobieren. Der nächste möchte sein erlerntes erstmal überprüfen lassen.

Macht Wissen Macht?

Jetzt kommt die Frage die doch alle Prüflinge beschäftigt und die sogenannte Prüfungsangst hervorruft. Der Lehrer oder Prüfer, hat er die Macht über meine Zukunft? Immer ist er derjenige, der mein Wissens prüft, und vor allem wie kann denn mein Wissen geprüft werden? Fakten können geprüft werden, wie beispielsweise: Was ist die Wurzel aus 49? Doch ist das nicht eher die Subjektivität jedes einzelnen? Ist es dann nicht besser jedem Menschen sein eigenes Wissen zu zu gestehen? Kann es sein, dass die Macht darin besteht, was sich jeder einzelne an Wissen aneignet?

Nun ist es so, das es Wissen gibt, welches keines ist. Wissen das zu unrecht über Generationen weitervermittelt wurde. Eines der besten Beispiele sind Feuer- und Glasscherbenläufe, denn es funktioniert sehr wohl unter Anleitung, also einem guten Lehrer verletzungsfrei Barfuß über Feuer zu laufen. Glauben Sie nicht? Probieren Sie es  aus und lassen Sie sich überraschen.

Schulung des Gewissens

Sollte neben dem Wissen nicht auch das Gewissen geschult werden? Denn mit jedem Stück Wissen verändert sich auch unser Gewissen. Der Satz Unwissenheit schütz vor Strafe nicht, ist das nicht auch immer eine Ausrede sowohl vom Unwissenden als auch vom Wissenden, denn wäre das Wissen besser weiter gegeben worden, und somit auch das Gewissen besser geschult worden, hätte es diese “Straftat” wohl nicht gegeben, oder ?